Blumekohlohr

Warum haben UFC Kämpfer deformierte Ohren?

Wer schon einmal MMA Kämpfe gesehen hat, dem fällt schnell auf, dass die Kämpfer oft komisch deformierte Ohren haben. Man nennt diese lustigerweise auch Blumenkohlohren (Califlower Ears). Doch wie entstehen sie eigentlich?

Die Ohren reagieren empfindlich auf Schäden, die bei Kontaktkämpfen auftreten, also Schläge, Druck und Reibung, wie beispielsweise beim Ringen. Das Gewebe der Ohren wird beschädigt, das Ohr füllt sich mit Flüssigkeit und kann schrumpfen.

Gerade Ringe sind davon oft betroffen, weil sie in einer nach vorne gebeugten Haltung mit dem Kopf voraus kämpfen und diese oft seitlich gegeneinander pressen. Da viele MMA Kämpfer ursprünglich vom Ringen kommen oder dieses zumindest während ihrer aktiven Laufbahn intensiv trainieren, häufen sich die Schäden an und die Ohren bekommen ihre hässliche Form.

Was kann man gegen das Ringerohr tun?

Um die Entstehung des Blumenkohlohr zu verhindern, nutzen viele Kämpfer einen Kopfschutz. Wie beim Boxsport kann die Verwendung eines solchen Kopfschutzes Verletzungen vorbeugen, aber kann es auch effektiv das Ringerohr abwenden?

Die Effektivität dieser Maßnahme ist sehr umstritten. Viele sagen, dass der Kopfschutz wirksam ist, andere meinen, gerade wegen diesem deformierte Ohren bekommen zu haben. Es kommt hier wohl vor allem auf den richtigen Sitz des Kopfschutzes an, denn wenn dieser beim Training nicht ganz perfekt sitzt, ist die Schutzwirkung nicht gegeben.

Wenn eine Schwellung am Ohr auftritt, kann diese jedoch entfernt werden, indem man die Flüssigkeit ablaufen lässt. Da dies jedoch nach unter Umständen nach jedem Training gemacht werden muss, handelt es sich durchaus um eine aufwändige Angelegenheit.

Viele Kämpfer schrecken auch von solchen Methoden ab, weil es die Kuktur des Vereins nicht entspricht. Im Vollkontaktsport sind die entstellten Ohren oft eine Art Markenzeichen, etwas, das man haben muss, um wirklich dazu zu gehören. Kämpfer, die auf ihre “hübschen Ohren” achten, werden nicht akzeptiert. Dies muss längst nicht auf alle Vereine zutreffen, ist aber tatsächlich ein Grund, weshalb das Ringerohr zu verbreitet ist.

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