Ronda Rousey

Wie gut war Ronda Rousey wirklich?

Ronda Rousey war ein Pionier des weiblichen MMA-Sports. Sie war bei weitem nicht die erste Kämpferin, die in einer der größeren Promotions Bekanntheit erlangte, war sie die Wegbereiterin der weiblichen UFC Divisons, so wie wir sie heute kennen.

Doch nur wenige Jahre nach ihrem kometenhaften Aufstieg war es mit der UFC-Karriere vorbei. Woran lag es. War sie plötzlich nicht mehr gut genug für den Sport, den sie geprägt hatte?

Diese Fähigkeit machte Rousey zum Champion

Rondas größte Stärke im Oktagon war das Grappling. Als Bronzemedaillengewinnerin im Judo verstand sie es, den Kampf vom Standup auf den Ringboden zu verlagern. Dort war Sie in der Lage, den Kampf mit verschiedenen Aufgabegriffen zu beenden.

Der beste Move Rouseys war ohne Frage der Armbar. Drei ihrer sechs Siege in der UFC erzielte sie auf diese Weise per Submission. Da Rousey in der Regel in jedem Kampf einen Takedown landete, mussten ihre Kontrahentinnen immer wachsam sein. Dies ermöglichte es ihr, andere Fähigkeiten, die weniger ausgeprägt waren, zu ihrem Vorteil einzusetzen.

Weitere drei Siege erzielte sie per KO/TKO. Dies wäre allerdings kaum möglich gewesen, wenn ihre Gegner den Takedown nicht so gefürchtet hätten. Dieses Phänomen sieht man bei allen sehr guten Wrestlern.

Das vielleicht beste Beispiel ist Khabib Nurmagomedov, der im Kampf gegen Conor McGregor einige gute Schläge platzieren konnte, obwohl er eindeutig der viel schwächere Boxer ist. Die Gefahr, die von seinen Takedowns ausgeht, hindert seine Gegner daran, ihre Stärken auszuspielen.

Realitätscheck gegen Holly Holm

Zum ersten Mal in Ihrer Profikarriere wurde Sie nach sechs erfolgreichen Titelverteidigungen in der UFC im Jahr 2015 von Holly Holm geschlagen.

Holm brachte die Schwächen Rouseys zum Vorschein. Es fehlte ihr an den physischen und technischen Voraussetzungen, um im Standup gegen Technik starke Kontrahenten zu gewinnen.

Ihre Strategie, Druck gegen Holm auszuüben, ging nach hinten los. Bereits gegen Ende der ersten Runde fehlte ihr der Atem. Sie kassierte mehr und mehr Treffer und landete sich schließlich in der zweiten Runde Kicks ein, die sie nicht mehr wegstecken konnte. Holm hielt Rousey auf Distanz und erzielte harte Treffer gegen eine sichtlich erschöpfte Rondo Rousey.

Aufgrund ihres Körperbaus – eher klein mit kurzen Armen – hätte ein Kampfstil wie Peek-a-boo grundsätzlich besser gepasst. Es war auch ein Versäumnis ihres Trainers Edmond Tarverdyan, dies nicht zu erkennen.

Missglücktes Comeback gegen Amanda Nunes

Die nach dem Kampf gegen Holm sichtlich schockierte Rousey hatte noch lange nicht genug. Sie war motiviert, sich ihren Titel zurückzuholen. Allerdings sollte sich herausstellen, dass es ihr nicht gelang, in der Zwischenzeit ihre Schwächen abzustellen.

Und so kam es auch nicht überraschend, dass sie in ihrem Comeback gegen Amanda Nunes erneut regelrecht verprügelt wurde. Dieses Mal wurde der Kampf bereits nach 48 Sekunden durch den Referee abgebrochen, da sich Rousey gegen die deutlich überlegene Nunes nicht zur Wehr setzen konnte.

War Rousey also gar nicht so gut, wie man damals dachte?

Ronda Rousey wurde zum Star hochstilisiert, als das weibliche MMA einen Star brauchte. So entstand ein Hype um sie, der ihr nicht gutgetan hat. Sie konnte zwar durch ihr geniales Grappling schwer gestoppt werden, aber nachdem sie ihren Titel einige Male verteidigte wurden ihre Schwächen deutlich.

Holm war zum Zeitpunkt ihres Sieges nicht einmal eine sehr gute Kämpferin. Direkt in ihrer ersten Titelverteidigung wurde sie von Miesha Tate besiegt Daraufhin folgten zwei weitere Niederlagen gegen Valentina Shevchenko und Germaine De Randamie. Das zeigt, dass Rousey ihren Titel wahrscheinlich auch gegen andere Kontrahenten verloren hätte.

So kann man sagen, dass Rousey zwar ein großer Star war, aber schnell von anderen Kämpfern im Oktagon überflügelt wurde. Rousey war ein Champ, wie viele andere, nicht besser und nicht schlechter.

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